SCHREIBWERKSTATT 4.0

So. 4. Juli 2021 – 15.30 Uhr

SCHREIBWERKSTATT 4.0 – Leitung: Armin Nufer

Die Macht der Worte

Lesung

Die Schreibwerkstatt bietet Menschen mit Migrationshintergrund einen kreativen Rahmen, Gedanken und Phantasien unter professioneller Anleitung aufzuschreiben und gemeinsam an der Weiterentwicklung der Texte zu arbeiten.

Neben der Auseinandersetzung über Inhalt, Form und Gestalt der Texte und der Arbeit am öffentlichen Vortrag wird die Werkstatt durch Reflexionen über das Schreiben ergänzt.

Freuen Sie sich auf interessante, spannende Texte von Mohammad Vafaei, Samira Almoziel, Ibrahima Barry, Salih Özkan, Arnavaz Torabi

Anmeldung c/o armin_nufer(at)yahoo.de oder 01739579656

Veranstaltungsort: Museum Wiesbaden, Friedrich-Ebert-Allee 2

Eintritt frei – Spenden willkommen

Veranstalter: Armin Nufer in Kooperation mit dem Museum Wiesbaden

Das Projekt wurde ermöglicht durch das Kulturamt Wiesbaden

Die Gäste müssen einen tagaktuellen negativen Corona-Test, den Nachweis über die Impfungen im Impfausweis oder eine Genesenenbescheinigung vorweisen. Angaben zur Kontaktnachverfolgung sind verpflichtend (mittels Luca-App oder auf Papier).

Es gelten weiterhin die bestehenden Hygienemaßnahmen sowie Abstandregelungen und Maskenpflicht.

BUDDHACAGE – hr2 Hörfest

Perfomance für zwei Schauspieler*innen und zwei Musiker*innen

Mittwoch 23.06.2021 – 19 Uhr

Mit Texten über und von Siddharta Gautama, von Menschen in Gefängnissen, John Cage und anderen.

Wie interpretiert man die Welt aus einem Gefängnis, wie als erleuchteter Buddha und wie als avantgardistischer Musiker und Autor des 20. Jahrhunderts?

Durch Überführung von Textfragmenten in performative Aktion verwickelt BUDDHACAGE die Zuschauer in Spannungsfelder aus Sprache, Bewegung und Musik.

Die beiden Darsteller*innen Sabine Gramenz und Armin Nufer bearbeiten die Texte mit Körper und Stimme. Vokalistin Silvia Sauer und Schlagzeuger Jörg Fischer verfremden und verwandeln sie in Musik, Töne und Cluster. Gemeinsam erzeugen alle einen Wahrnehmungssog in einem nicht exakt planbaren Wort-Klang-Geschehnis.

Idee, Manuskript und Regie: Armin Nufer

Veranstaltungsort: MARLEEN im Liliencarée Wiesbaden. Bahnhofsplatz 3. Erster Stock

Die Veranstaltung wurde ermöglicht durch das Kulturamt Wiesbaden. Sie findet statt anläßlich des Hörfestes Wiesbaden 2021

Hier gibt es die Tickets für 5 oder 8 Euro + VVK-Gebühr:

https://wiesbadenfr.eventris.eu/index.php?item=category&action=vorst&mandant=0061&sp_st=19&v=2106234&c=24&showdetails=1

Achtung! Zum Einlass wird ein tagesaktuelles zertifiziertes Coronaschnelltestergebnis bzw. ein Impf-/ Genesungsausweis mit Personalausweis benötigt. Während der gesamten Veranstaltung besteht Maskenpflicht.

Fotos: Oliver Rüther

Jörg Buschka auf facebook:
“Gestern anlässlich des hr2-Hörfest: Buddhacage im Wiesbadener #Marleen: die Performance BUDDHACAGE nach Konzept und unter der Regie von Armin Nufer, der zusammen mit seiner Schauspielkollegin Sabine Gramenz, der Vokalistin Silvia Sauer und dem Schlagzeuger Jörg Fischer Texte über und von Siddharta Gautama, Menschen in Gefängnissen John Cage und anderen in fesselnde Aktionen verwandelte.
Überhaupt war es an sich schon großartig, wieder Teil eines Publikums sein zu dürfen und Kunst zu erleben.
Nufer/Gramenz bildeten im Rahmen der etwa 70 Minuten dauernden Inter-pretationen eine Aktionsachse, um die herum sich die Spannungsfelder aus Sprache, Bewegung und Musik sponnen, – immer im Blickfeld: die physische und geistige Freiheit und eben auch Un-Freiheit des Menschen, ob nun aus der Perspektive eines Gefängnisinsassen, eines Erleuchteten oder eines Avantgarde-Musikers. Sauer brach dabei durch ihren immer überraschenden Mix aus nahezu übersinnlichem, fast “unweltlichem” Gesang und sich Bahn brechenden Lauten sämtliche angestauten Corona-Verkrustungen auf, alles begleitet durch Fischers Schlagstock-Einlagen, mit denen er auch schon mal das Kit verließ und die karge, reduzierte Bühnendeko antrommelte.
In graue Arbeitsoveralls gehüllt, gleichsam wie Zeitreisende, sich der universellen Kontrolle entreißende Lemminge oder handfeste Arbeiterinnen und Arbeiter, traten die vier miteinander ins Gespräch und Interaktion und ließen die Zuschauer wie barocke Wunderheiler oder Wanderphilosophen an ihrer Innenschau teilhaben. Füllten Wasser aus Eimern um, bauten sich kleine Podeste, auf die sie sich dann wie Redner stellten, machten während des Vortragens Handstände oder ließen sich in einen Teppich einrollen. Immer im Dienste vom Fassen-können der eigenen Augen- und Stand-Höhe, des Begreifens meiner Reichweite und Begrenzung. Schließlich entfiel auch die Grenze hinter der Vierten Wand, wurden Zuschauerinnen und Zuschauer von den Künstlern mit peinlich ironisch-überspitzten Fragen nach ihrem Alkoholkonsum schockiert wie von Hyänen des Boulevardjournalismus. Mörtel und Wasser begreife ich hier als Sinnbilder für verrinnende Zeit und zeitlich begrenzte Lebenschancen, im Zusammenspiel als menschgemachte Bauwerke aber eben auch als Zeichen für Beständig- und Gültigkeit. Bestehen und sich-verlieren und wiederfinden, schließlich im Bühnenbild die Frage, was es im Kern bedeutet, wenn wir als selbstbefähigte Gestalter auch unsere Welt auf ein Podest heben, – allerdings Jeder für sich, wie eine Wagenburg aus mehreren Welten, während es doch hier zwingend Konsens geben muß, – angesichts der lediglich einen, für uns erreichbaren Erde, auf der wir alle zusammen alles – je nach Perspektive – sowohl gestalten dürfen aber eben auch erdulden müssen.”

Veranstaltung wird verlegt auf 26.10.2021

geplanter Termin war 19. Mai 2021, 19 Uhr

Lesung mit Musik

Ernesto Cardenal und andere nicaraguanische Autorinnen

Armin Nufer liest aus dem Werk des im März 2020 verstorbenen weltbekannten nicaraguanischen Dichters, Revolutionärs und Politikers Ernesto Cardenal.

Jorge Sepulveda spielt auf der Gitarre und singt lateinamerikanische Lieder. Neben Texten von und über Cardenal trägt Nufer Texte von Michèle Najlis, María López Vigil und Pedro Corrales vor.

Eintritt: 12 / 10 €

Veranstalter: Nueva Nicaragua Wiesbaden + Eine-Welt-Zentrum Wiesbaden

Veranstaltungsort: Landesmuseum Wiesbaden

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts der Stadt Wiesbaden und des Landesmuseums Wiesbaden

VERFOLGTE SCHRIFTSTELLER*INNEN

Amnesty International Wiesbaden lädt Sie herzlich zur Lesung ein:

VERFOLGTE SCHRIFTSTELLER*INNEN

2019 wurden 212 Autor*innen und 495 Medienschaffende bedroht, entführt, inhaftiert, getötet.

Im Rahmen der Woche der Meinungsfreiheit vom 03. – 10. Mai liest Schauspieler und Sprecher Armin Nufer Texte von verfolgten Schriftstellern, Journalisten und Bloggern.
Dazu Zählen der in der Türkei lange inhaftierte und eben erst freigelassene Schriftsteller Ahmet Altan. Der Blogger Raif Badawi, seit 2012 in Saudi Arabien in Haft. Yirgalem Fisseha Mebrahtu, eritreische Journalistin und Schriftstellerin, lebt nach über 6 Jahren Haft und anschließender Flucht seit Dezember 2018 in Deutschland als Stipendiatin des Writers in Exile-Programm des deutschen PEN. Sowie von vielen weiteren Journalist*innen, Buchhändler*innen, Lyriker*innen….
Dazu gibt es von Amnesty International aktuelle Informationen zu den Betroffenen

Lesung: Armin Nufer
Musik: Mohammad Mahmoud, Gitarre.

ab 05. Mai 2021
zu hören auf dem YouTube Channel von AI Wiesbaden:
https://www.youtube.com/channel/UCAOIGxP8CT4mOoCVCJfelZw

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Matthias Chalmovsky,
Amnesty International Wiesbaden, 0174/8259653, presse@amnesty-wiesbaden.de

So. 28. März 2021, 20 h, YouTube-Kanal exground filmfest unter www.exground.com: Ein literarischer Abend mit aktuellen italienischen Werken, gelesen von Armin Nufer

hier zum Nach-Sehen – verfügbar bis 19.04.2021

Sonntag, 28.März 2021, um 20.00 Uhr, online auf dem YouTube Kanal von exground filmfest und unter www.exground.com: Ein literarischer Abend mit aktuellen italienischen Werken, gelesen von Armin Nufer.

Mit der Auswahl der Werke passend zu Länderschwerpunkt der letzter Festivalausgabe von exground filmfest im November 2020 wurde das Festival von Jutta Leimbert von der Buchhandlung Vaternahm unterstützt:

MARGHERITA von Jana Revedin
1920, die 25-jährige Margherita, die in ihrem Heimatstädtchen Treviso Zeitungen austrägt, wird durch die Heirat mit dem adeligen Antonio Revedin zur First Lady Venedigs. Heute ist ihr Name vergessen, doch Margherita verstand es, sich zum Mittelpunkt einer sich neu erfindenden Stadt zu machen. Peggy Guggenheim wurde ihre beste Freundin, die Künstlerfeste auf der Terrasse des Hotel Excelsior, zu denen sie Greta Garbo, Coco Chanel, Clark Gable und Pablo Picasso einlud, erlangten einen legendären Ruf.

DAS LÜGENHAFTE LEBEN DER ERWACHSENEN von Elena FerranteNeapel in den 1990ern, Die 13-jährige Giovanna ist die Vorzeigetochter kultivierter Mittelschichtseltern. Doch plötzlich verändert sich alles: ihr Körper, ihre Stimmung, die Noten. Zufällig stößt Giovanna auf die Vorgeschichte ihres Vaters, der aus einem ganz anderen, leidenschaftlichen und vulgären Neapel stammt. Und sie entdeckt verstörende Geheimnisse.

EIN SONNTAG MIT ELENA von Fabio GedaEinst reiste er als Ingenieur um die Welt und baute riesige Brücken. Nach dem Tod seiner Frau aber ist es still geworden in der Turiner Wohnung. Sein Sohn lebt in Finnland, mit der jüngeren Tochter hat er keinen Kontakt, nur die älteste sieht er ab und zu. Im Park lernt er Elena und ihren Sohn kennen und lädt sie spontan zum Essen ein. Diese zufällige Begegnung wird alle drei für immer verändern.

ICH BLEIBE HIER von Marco BalzanoEin idyllisches Bergdorf in Südtirol zwischen 1939 und 1943. Die Bewohner werden vor die Wahl gestellt, entweder nach Deutschland auszuwandern oder als Bürger zweiter Klasse in Italien zu bleiben. Trina entscheidet sich für ihr Dorf, ihr Zuhause. Als die Faschisten ihr verbieten, als Lehrerin zu arbeiten, leistet sie Widerstand – mit Leib und Seele.

Freuen Sie sich mit uns auf den Abend mit kleinen Appetizern aus dem ein-oder-anderen Buch.

Erwerben können Sie die Bücher natürlich bei der Buchhandlung Vaternahm:

An den Quellen 12 – 65183 Wiesbaden
buchhandlung-vaternahm@t-online.de
0611 301255

3.3.2021 -18 h – Das Spiel mit dem Nein – Lesung

SPIELRAUM! Sieben Wochen ohne Blockaden

Künstlerische und spirituelle Impulse –

in der Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Ostern

Marktkirche Wiesbaden –
Mittwoch 18.00 – 18.30 Uhr

IDEE UND GESTALTUNG:
PFARRERIN ANNETTE MAJEWSKI – Ev. Stadtkirchenarbeit Wiesbaden

PRESSEARTIKEL im Wiesbadener Kurier vom 02.03.2021

Fastenzeit ist auch ein Spiel mit dem „Nein“

„Sieben Wochen ohne Blockaden“:

Eine Andacht mit Schauspieler Armin Nufer in der Marktkirche

Von Birgitta Lamparth

Armin Nufer hat recherchiert. Und Erstaunliches herausgefunden: Nach dem 2,2 Milliarden Wortformen zählenden Dudenkorpus rangieren in Texten ganz vorne in der Häufigkeit die Begriffe Jahr, Uhr, Prozent, Million, Euro, Zeit und Tag. Und in der Literatur? „Mann, Frau, Hand, Auge, Tag, Zeit und Jahr.“ Aber jene Worte, die wir ganz oft im Gespräch sagen, über die gebe es hier keinen Aufschluss, meint der Schauspieler: Ja und Nein. Und genau um diese Worte kreist diese Woche die Fastenandacht der Marktkirche: „Das Spiel mit dem Nein“ ist am Mittwoch das Motto in der Reihe „Spielraum“. „Sieben Wochen ohne Blockaden“ lautet das Oberthema. Und das meint auch: Denk-Blockaden. Nicht ohne Grund wird diesmal von der Orgel „Die Gedanken sind frei“ zu hören sein. Das Besondere am diesjährigen Fastenandachtszyklus: Jedes Mal ist ein anderer Wiesbadener Kreativer zu Gast. Diesmal also Armin Nufer. Und der hat schon für seine Lesung einiges herausgesucht: Brechts „Ja- und Neinsager“, Texte von Büchner und Tucholsky. „Ich habe viel zu viel gefunden“, sagt er: „Man könnte mehrere Stunden damit füllen – und auch noch die #meetooDebatte einbringen.“ Was sagt er denn häufiger: Ja oder Nein? „Ich sage häufiger Ja“, ist sich der Schauspieler sicher, der schon lange in der Region lebt: „Aber der Jein-Sager ist sicher im Moment der Populärere.“ Der gebürtige Stuttgarter hatte nach seiner Schauspiel-Ausbildung verschiedene Engagements und kam dann im Zivildienst nach Mainz. Später ging er als fester Gast an Häuser in der Region, unter anderem zwei Jahre lang ans Frankfurter Schauspielhaus. „Das feste Haus macht anderes unmöglich – man kann nicht drehen, wenn man Proben hat.“ Und er wollte immer auch einiges fürs Fernsehen machen – für den „Tatort“, „Staatsanwalt“ und „Fall für zwei“. Und dann noch lange das Ensemble „Franz das Theater“ leiten. Wie erlebt er die Corona-Krise? „Schrecklich-schön: Man hat viel mehr Zeit, ist mehr bei sich und nimmt viel mehr wahr. Gleichzeitig ist es furchtbar, weil so vieles abgesagt und verschoben wird.“ Da sei es schön, wenn etwas stattfindet wie die Andacht.