Leseratten am Bücherschrank
Gemeinsames Fest aller fünf Altstadt-Kitas rund um den Bücherschrank am Karmeliterplatz.
9.30 Uhr bis 11.30 Uhr
Armin Nufer liest.


Sprecher, Schauspieler & Regisseur
Gemeinsames Fest aller fünf Altstadt-Kitas rund um den Bücherschrank am Karmeliterplatz.
9.30 Uhr bis 11.30 Uhr

Große Schlachthofhalle Wiesbaden
60 Schülerinnen und Schüler aus der Bodelschwingh-, der Ludwig-Beck-, der Hermann-Ehlers-, der Wichern- und der Diesterwegschule zeigen eine Aufführung in der vom Bühnenbild über die Musik bis zum Tanz alle Elemente gemeinschaftlich erarbeitet wurden.
Regie: Armin Nufer

mit Armin Nufer, Schauspieler und Sprecher und Peter Ripken, Journalist, Herausgeber und Afrikaexperte

( geb. 1955 Sohn portugiesischer Einwanderer, wohnhaft in Maputo, Mosambik)


(Bild: Peter Ripken)
Peter Ripken konfrontiert uns mit Mosambiks Vergangenheit, Postkolonialismus, dem gepriesenen und gescholtenen Wirtschaftswunderland und seiner zukünftigen Entwicklung. Als Literaturvermittler wird er auch über Kultur und Literatur im heutigen Mosambik sprechen.
Donnerstag, 18. April, 19.30 Uhr
Veranstalter: Eine-Welt-Zentrum Wiesbaden / Weltladen Wiesbaden in Zusammenarbeit mit dem
Literaturhaus Wiesbaden / Frankfurter Straße 1 / 64189 Wiesbaden
Eintritt: 9 Euro / 6 Euro ermäßigt

„Alle Laster sind zu etwas gut, und der MANN auch, sagt Baal, der sie tut.”
„Gegen Abend versammle ich um mich MÄNNER, wir reden uns dann mit GENTLEMEN an …und sagen: es wird besser mit uns. Und ich frage nicht: Wann?”

„Alle Laster sind zu etwas gut, und der MANN auch, sagt Baal, der sie tut.”
„Gegen Abend versammle ich um mich MÄNNER, wir reden uns dann mit GENTLEMEN an …und sagen: es wird besser mit uns. Und ich frage nicht: Wann?”

Eine junge Frau fühlt sich unverstanden und verlässt ihr Zuhause. Unterwegs begegnet sie dem geheimnisvollen Unbekannten und lernt mit ihm eine Welt kennen, die sie staunen macht.
Seit vielen Jahren veranstaltet das Wiesbadener thalhaus nun schon die Theaterprojekte von FRANZ DAS THEATER, das aus der Initiative der Lebenshilfe Wiesbaden e.V. hervorgegangen ist.
In DER UNBEKANNTE UND DAS MÄDCHEN – unter der Regie und nach dem Script von Armin Nufer – zeigt FRANZ DAS THEATER ein Stück über eine Reise ins unbekannte Leben. Ein junges Mädchen, von Wut und Neugier geleitet, entdeckt durch ihre Reise in die Fremde, worauf es ihr im eigenen Leben ankommt. Ein eigentümlicher Mensch und die unendliche Leichtigkeit eines Vogels begleiten sie dabei.
Mit dem Bühnenbildner Uli Böttcher, der auch als Musiker zu sehen und hören ist und der Sängerin Elisabeth Koch sowie der jungen Schauspielerin Hanna Bienefeld, hat FRANZ DAS THEATER drei neue Leute im Boot.
Mit ihnen agieren die Theater Franz-Darsteller:
Gabi Bleeker, Karin Bleeker, Thorsten Helker, Elke Grohmann, Christopher Mielke, Armin Nufer, José Perdomo Pinto, Ulla Roth, Uta Siegert, Willy Smith, Andreas Torke und Michael Wendt
Hinter der Bühne sind aktiv:
Christiane Jungkenn – Organisation und Betreuung
Maria Mazurek – Betreuung
Birgit Reinmann – Kostümbild
Armin Nufer – Regie und Script
Vorverkauf: 9,80 Euro / erm. 6,50 Euro
Abendkasse: 11,30 Euro / erm. 8 Euro
Anfahrt / Kontakt
Thalhaus Kultur für Wiesbaden
Armin Nufer, Lesung / Ulrich Phillipp und Georg Wolf, Kontrabass
Sefi Atta ist eine der talentiertesten zeitgenössischen Autorinnen Afrikas. In elf Geschichten aus ihrer Heimat Nigeria führt sie virtuos durch unterschiedliche Milieus und Erzählperspektiven. Leidenschaftlich schildert sie außergewöhnliche Menschen, Aberglaube, religiösen Fanatismus und die Kluft zwischen Arm und Reich. Ihre Figuren sind liebevoll gezeichnet. Sie leben in Lagos, London und den USA oder sind auf der Flucht nach Europa. Sie sind korrupt oder verfechten das Recht der Scharia. Und sie alle sind Zeitzeugen einer entfesselten Welt. Der Leser erfährt durch die leise, nah an politisch-historischen Ereignissen erzählten Geschichten das Nigeria Sefis Attas als eine „Nation geeint im Chaos“.
In der berührenden Titelgeschichte rekapituliert eine muslimische Ehefrau aus der Einzelhaft ihr Leben. Aus der Ehe mit einem lieblosen Mann hat sie sich in eine erfundene erotische Begegnung mit einem Fremden geträumt. Dem Mann genügt der Verdacht auf Ehebruch. In der Zelle wartet die Frau auf ihre Steinigung.

Mittwoch, den 28. November, 19.30 Uhr
Literaturhaus Wiesbaden / Frankfurter Straße 1 / 64189 Wiesbaden
Eintritt: 9 Euro / 6 Euro ermäßigt
Platzreservierung auch im Weltladen Wiesbaden möglich.
Eine Veranstaltung des Eine-Welt-Zentrum Wiesbaden e.V. mit Unterstützung des Literaturhauses Villa Clementine sowie freundlicher Unterstützung von litprom Frankfurt.
9. November 2012
Die drei Geheimdienstler Yakuskin, Mamajew und Bibinski sind zwischen den beiden Weltkriegen nach Paris abkommandiert. Von dort sollen sie in ihrer Funktion als “Abgesandte zur Rückführung russischen Eigentums im Ausland” ein Rembrandt-Gemälde aus dem Besitz der emigrierten Großfürstin Tatjana zurückholen, das die noch junge Sowjetmacht für sich beansprucht. Paris galt nach der Oktoberrevolution als “Hauptstadt der russischen Diaspora”. Doch der als Mittelsmann fungierende und mit Tatjana verbandelte französische Lebemann Leon sorgt für reichliche Ablenkung durch das aufregende Pariser Leben, sodass die drei sich nur allzu gerne vom Pfad der kommunistischen Tugend weglocken lassen. Wie auch die Sonderbeauftragte Ninotschka, die ihnen der KGB hinterher schickt. Womit keiner gerechnet hat: Sie und Leon verlieben sich ineinander.
“Stalin won’t like it.” (New York Times, 10. November 1939)
Bei Bonmot kommen zum 50. Jubiläum des Élysée-Vertrages die Freunde der französischen Literatur auf ihre Kosten.
(Marc Weitzmann, Bild: Isabelle Boccon-Gibod)
Der in Paris lebende Autor und Journalist Marc Weitzmann stellt seinen Roman Mischehe vor, der bei seinem Erscheinen im vergangenen Jahr in Frankreich eine heftige Debatte auslöste. Darin greift Weitzmann einen authentischen Fall auf: In Nizza verschwindet der neunjährige Sohn des Ehepaars Cottard. Obwohl die Leiche des Kindes nie gefunden wird, macht man dem Vater den Prozess. Aus der Skandalmeldung eines wahren Verbrechens macht Weitzmann Literatur, nähert sich den Figuren bis ins Innerste und konfrontiert seinen Erzähler schonungslos mit dessen Familiengeschichte und seiner jüdischen Identität.
Auf der Literatur-Couch im Lys nimmt anschließend eine Autorenduo Platz: Dominique Manotti und der mysteriöse DOA sprechen über ihren Thriller Die ehrenwerte Gesellschaft. Eine Gruppe junger Ökoaktivisten plant kurz vor der Präsidentschaftwahl einen spektakulären Coup gegen die französische Atompolitik, der das Machtgeflecht aus Politik und Eliten der französischen Industrie ins Wanken bringt. Fesselnd und schnörkellos beschreiben Manotti und DOA Korruption und Intrigen der herrschenden Klasse. Eine düstere Affäre, fiktiv und doch so nahe an der Realität, dass es einen frösteln lässt.
Durch den Abend führt die Journalistin Tanja Kuchenbecker, die seit mehr als 15 Jahren in Paris lebt und unter anderem für Focus und Tagesspiegel schreibt. Mit ihrem humoristischen Erfahrungsbericht Le Fettnapf. Wie ich lernte, mich in Frankreich nicht zum Horst zu machen, landete sie einen Publikumserfolg.
Sprache: Französisch / Deutsch
Donnerstag, den 26. Oktober 20 Uhr
Vielseitig Europäisches Literaturfestival Siegen / Kulturhaus Lys / St.-Johann-Str. 18 / Siegen
Eintritt: VVK 10 Euro / AK 12 Euro / ermäßigt 8 Euro
Anthony McCarten (born 1961) is a playwright, filmmaker, poet and fiction writer. He discusses „Death of a Superhero“ and other works.

(Bild: Peter Peitsch / peitschfoto.com)
Anthony McCarten, geboren 1961 in New Plymouth/Neuseeland. Mit 25 (mit Stephen Sinclair) weltweiter Theatererfolg ›Ladies Night‹, in der unautorisierten Filmadaption (›The Full Monty‹/›Ganz oder gar nicht‹) eine der weltweit erfolgreichsten Filmkomödien. Seine vier ersten Romane bei Diogenes waren alle große Kritiker- und Publikumserfolge. Die Verfilmung von ›Superhero‹ durch Ian FitzGibbon (nach einem Drehbuch von Anthony McCarten) mit Andy Serkis, Thomas Brodie-Sangster, Jessica Schwarz, Michael McElhatton und Sharon Horgan kommt 2012 unter dem Titel ›Am Ende eines viel zu kurzen Tages‹ in die deutschen Kinos.
»Anthony McCarten ist unter den literarischen Exporten aus Neuseeland einer der aufregendsten.«International Herald Tribune
»Ein Roman ist eine Ehe, die immer in Tränen endet, ein Drehbuch ist eine Affäre mit einem Liebhaber, der gerade mit etlichen anderen Leuten zur selben Zeit schläft, und eine Kurzgeschichte ist ein Kurzbesuch bei einer Ex-Frau, die dich rührend daran erinnert, wie großartig es zwischen euch war, als es noch großartig war.« (Anthony McCarten)
Von Anthony McCarten bekamen wir in Deutschland lange Zeit nicht all zu viel zu lesen. Erst nach und nach wurden die Romane für uns übersetzt. Schon weitaus länger dürfte der in Neuseeland geborene McCarten jedoch den Theatergängern bekannt sein. Mit gerade mal 25 Jahren schrieb McCarten zusammen mit dem Drehbuchautor Stephen Sinclair („Herr der Ringe“) die Zeilen zu „Ladies Night“, einem weltweit bekannten und gefeierten Theaterstück. 2001 wurde „Ladies Night“ sogar mit dem Molière für das beste ausländische Stück ausgezeichnet. In den kommenden Jahren schrieb Anthony McCarten weitere Theaterstücke, aber auch Gedichte und Drehbücher. 1991 veröffentlichte er den Kurzgeschichtenband „A Modest Apocalypse and Other Stories“. Nachdem er 1999 mit „Spinners“ in Sachen Roman debütierte, gelang ihm 2001 auf diesem Gebiet der Durchbruch, als er seinen zweiten Roman „Englischer Harem“ veröffentlichte. Diese tragisch-komische Geschichte über Liebe, Essen und Islam sorgte vor allem im Nahen Osten für Aufruhr und avancierte 2005 in England zum Bestseller. Außerdem wurden die Zeilen on ITV verfilmt. 2008 kam „Englischer Harem“ auch endlich in Deutschland auf den Markt. McCartens dritter Roman erschien 2005 unter dem Titel „Death of a Superhero“. Der Schweizer Verlag Diogenes machte sich an eine Übersetzung und veröffentlichte diesen Roman 2007 auf Deutsch. Unter dem Titel „Superhero“ konnten wir uns nun auch endlich ein Buch von McCarten zulegen und uns selbst von dem Talent des Neuseeländers überzeugen, welches sofort eine Welle der Begeisterung los trat. Mittlerweile wurde „Superhero“ sogar fürs Kino verfilmt. Unter dem Titel „Am Ende eines viel zu kurzen Tages“ kam der Film im Sommer 2012 in die deutschen Kinos.
2009 erschien nach langem Warten dann auch der vierte Roman aus dem Hause McCarten. Mit „Hand aufs Herz“ erzählt uns der neuseeländische Autor von verschiedenen Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen bei einem Durchhaltewettbewerb teilnehmen, dessen Gewinn ein Auto sein soll. Die Geschichte wurde in Neuseeland bereits verfilmt und wird vermutlich auch noch zu uns nach Deutschland in die Kinos kommen. Regie führte McCarten selbst. 2010 machte sich der Diogenes Verlag an eine Übersetzung des Debütromans „Spinner“, der im englischsprachigen Raum bereits seit 1999 auf dem Buchmarkt erhältlich ist und den nun auch deutsche Leser unter dem Titel „Liebe am Ende der Welt“ verschlingen dürfen. Im Sommer 2012 folgte mit „Ganz normale Helden“ schließlich die Fortsetzung zu „Superhero“. Mit „Ganz normale Helden“ entwirft McCarten drei sehr unterschiedliche Perspektiven des Zerfalls einer Familie und stellt dabei zunächst die Konfrontation mit der Vergänglichkeit des Lebens und welche Auswirkungen die Erkenntnisse darüber auf das eigene Leben haben in den Mittelpunkt. (Kathrin Lang)